Macht Liebe blind - auch beim Unternehmenskauf?
Liebe macht Blind - auch beim Unternehmenskauf?

Liebe macht blind - auch beim Unternehmenskauf?

Der Traum von der Selbstän­dig­keit mit unbegrenz­ter Entschei­dungs­frei­heit und dem guten Gefühl, dann sein eigener Chef zu sein, treibt auch heute viele engagier­te Berufs­er­fah­re­ne inner­lich an. Zum Glück! Mögli­cher­wei­se fällt der Blick auf eine bestimm­te Firma und das Feuer der Begeis­te­rung ist schnell entfacht. An diesem Punkt ist sicher­lich Nüchtern­heit gefragt, denn Liebe macht blind – auch beim Unternehmenskauf. Seien Sie selbst der größte Kriti­ker und hinter­fra­gen Sie Ihre Motive. Was reizt mich an dieser Firma beson­ders, auf die ich einen Blick gewor­fen habe? Ist es vielleicht der mögli­che Weg zum schnel­len Erfolg? Oder ist es ein konkre­tes Produkt oder die spezi­el­le Nische einer beson­de­ren Branche?

Unter­neh­mens­bör­sen

Ausge­rüs­tet mit vielsei­ti­gen Erfah­run­gen in Führungs­po­si­tio­nen und der immer gleich­blei­ben­den Motiva­ti­on, jeder­zeit alles zu geben, wagen zahlrei­che Führungs­kräf­te den Sprung in die Selbstän­dig­keit. Meist beginnt dieser Weg mit einem prüfen­den Blick auf die vorhan­de­nen Unter­neh­mens­bör­sen. Hier wären zum Beispiel die Deutsche Unter­neh­mens­bör­se (kurz: DUB) oder die Initia­ti­ve des Minis­te­ri­ums für Wirtschaft und Energie nexxt-change zu nennen. Schnell entsteht ein erster Eindruck, dass es eine große Zahl an Unter­neh­men gibt, die heute schon zum Verkauf stehen. 

Struk­tu­rier­tes Vorge­hen beim Unternehmenskauf 

Gehen Sie struk­tu­riert vor und listen Sie Ihre Auswahl­kri­te­ri­en vor der aktiven Suche präzi­se auf: Branche, Region, Mitar­bei­ter­an­zahl, Umsatz, EBIT, eigene Finanz­mit­tel, Kaufpreis. Diese sieben Krite­ri­en bieten Ihnen eine erste Orien­tie­rung, für eine nüchter­ne Suche, nach der für Sie passen­den Unter­neh­mung. Legen Sie Ihre Überle­gun­gen offen. Sprechen Sie mit engen Vertrau­ten aus dem Freun­des- und Famili­en­kreis. Gestat­ten Sie Ihren engsten Verbün­de­ten, Ihre Überle­gun­gen abzuklop­fen und auch kritisch zu hinter­fra­gen. Anschlie­ßend ist eine Betrach­tung von außen durch einen neutra­len Dritten mit viel Erfah­rung ausge­spro­chen hilfreich. Guter Rat ist nicht teuer – er ist vor allem wertvoll.

Berater für den Unternehmenskauf 

Der Steuer­be­ra­ter kann Ihr Vorha­ben auf Machbar­preit prüfen und wird Ihnen auch heraus­for­dern­de Fragen stellen. Ein Rechts­an­walt kann Ihnen in Zusam­men­ar­beit mit einem Notar helfen, „wasser­dich­te“ Verträ­ge rund um den Erwerb einer Firma aufzu­set­zen. Ihr Bankbe­ra­ter kann Ihnen bei der Suche nach mögli­chen Förder­gel­dern behilf­lich sein und wird Sie bei einer Finan­zie­rung unter­stüt­zen. Ein Nachfol­ge­be­ra­ter prüft mittels compu­ter­ge­stütz­ter Analy­se- und Prozess­tech­nik und der Erfah­rung aus zahlrei­chen M&A-Prozessen, die Passung zwischen Ihnen und dem Unter­neh­men, welches zum Verkauf steht. Zudem verfü­gen die größe­ren Beratungs­netz­wer­ke über eine Vielzahl an Verkaufs­man­da­ten, die Ihnen als Käufer bevor­zugt vorge­stellt werden. Folgen Sie mit offenen Augen Ihrem Traum von der Selbstän­dig­keit und rüsten Sie sich mit guten Beratern aus. Planen Sie für die Beratungs­leis­tun­gen ein fünfstel­li­ges Budget ein! So kommen Sie der Erfül­lung Ihres Traums sicher und erfolg­reich in großen Schrit­ten näher.

Bild: shutterstock.com

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