Unter­nehmens­kauf: Alles, was Sie in 2024 wissen sollten

Ein Unter­nehmens­kauf ist eine große Entschei­dung. Es gibt viele verschie­de­ne Fakto­ren, die berück­sich­tigt werden müssen, bevor man sich für einen Kauf entschei­det. Wie sieht der Ablauf aus? Welcher zeitli­che Rahmen sollte einge­plant werden? Wo lauern Fallstri­cke bei der Finan­zie­rung? Wir erklä­ren Ihnen alles, was Sie in Sachen Unter­nehmens­kauf wissen sollten!

Warum der Unter­nehmens­kauf einfa­cher, lukra­ti­ver und spannen­der ist, als selbst zu gründen

Kaufin­ter­es­sen­ten, die auf der Suche nach dem richti­gen Unter­neh­men sind, unter­stüt­zen wir mit unserem großen KERN-Netzwerk von der geziel­ten, effizi­en­ten Recher­che bis hin zur erfolg­rei­chen Übernah­me (M&A). Wir sind mit den wichtigs­ten Börsen verbun­den und pflegen über 500 direk­te Kontak­te zu Banken in der D-A-CH-Region. So ermög­li­chen wir anorga­ni­sches Wachs­tum sowie die Umset­zung Ihrer unter­neh­me­ri­schen Vision.

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Wie Ihr Unter­nehmens­kauf zum Erfolg wird. Der Exper­ten-Ratge­ber für Familienunternehmen.

Geball­te Kompe­tenz und kompak­te Infor­ma­tio­nen. 25 KERN-Exper­ten haben für Sie auf 200 Seiten die wichtigs­ten Infor­ma­tio­nen für Ihren erfolg­rei­chen Unter­nehmens­kauf (M&A) zusammengefasst.

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Unter­nehmens­kauf Check­lis­te (PDF)

Die Unter­neh­mens­trans­ak­ti­on kann auf den ersten Blick ein erschla­gen­des Unter­fan­gen sein. Dies muss aber nicht so bleiben, wenn Sie profes­sio­nel­le Unter­stüt­zung erhalten.

Für die Käufer­prü­fung (dd = due diligence) nutzen Sie hier unsere Gratis-Check­lis­te, die Ihnen auszugs­wei­se einen ersten Überblick über die zu prüfen­den Unter­la­gen gibt.

Checkliste Unternehmenskauf / Due Dilligence

Unter­nehmens­kauf (M&A) mit Unter­stüt­zung unseres KERN-Netzwerkes

Präzi­ses Suchprofil

Erstel­lung eines maßge­schnei­der­ten Profiles für die geziel­te Suche nach geeig­ne­ten Unternehmen.

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Geziel­te Käuferansprache

Anspra­che relevan­ter Firmen und Multi­pli­ka­to­ren wie Kammern, Banken und Berater. Annon­cie­rung in den renom­mier­tes­ten M&A-Börsen.

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Auswahl

Identi­fi­ka­ti­on, Analy­se und Auswahl geeig­ne­ter Zielun­ter­neh­men.  Diskre­te Direkt­an­spra­che und Prüfung der Verkaufsbereitschaft.

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Verhand­lung Finanzierungspartner

Verhand­lun­gen und Integra­ti­on von unter­schied­lichs­ten Finanz­ierungs­partnern für den Unternehmenskauf.

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Due Diligence

LOI Umset­zung sowie Vorbe­rei­tung und Durch­füh­rung der Unter­neh­mens­prü­fung (DD), Verhand­lung und Abschluss des Unter­neh­mens­kauf­ver­trags.

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Post Merger Integration

Optio­na­le Post Merger Integra­ti­on (PMI). Nachsor­ge zur Unter­neh­mens­ent­wick­lung, wie z.B. Integra­ti­on von Teams, Synchro­ni­sie­rung von Leitbildern.

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Es hilft enorm, eine neutra­le Persön­lich­keit als Ansprech­part­ner für alle Mitglie­der der Familie zu haben. 

Unsere inner­fa­mi­liä­re Nachfol­ge und das Coaching meiner Söhne wurde von Herrn Koerber sehr einfühl­sam und engagiert betreut. Viele Einsich­ten und Aktivi­tä­ten wären in unserer Familie ohne die KERN-Beglei­tung unseres Genera­ti­ons­wech­sels außen vor geblie­ben. Es hilft enorm, einen Blick­win­kel von außen zu erhal­ten und eine neutra­le Persön­lich­keit, als Ansprech­part­ner für alle Mitglie­der der Familie, zur Verfü­gung zu haben.

K.S., Unter­neh­mer aus Essen  , Personaldienstleister 

Eltern und Kinder aus Famili­en­un­ter­neh­men haben daraus einen ganz konkre­ten Nutzen 

Unsere Kunden sind mittel­stän­di­sche Unter­neh­men und die Heraus­for­de­run­gen in Sachen Generations­wechsel, Unter­nehmens­verkauf oder Notfall­vor­sor­ge sind bei uns „Dauer­bren­ner“. Wir arbei­ten seit Jahren mit Herrn Koerber und KERN zusam­men und schät­zen sein Praxis­wis­sen und das orien­tier­te Training sowie Coaching. Eltern und Kinder aus Famili­en­un­ter­neh­men haben daraus einen ganz konkre­ten Nutzen.

W.S., Weiter­bil­dungs­in­sti­tut aus Rheda-Wiedenbrück  , Leiter einer bundes­weit tätigen Akade­mie für Handelsunternehmen 

Für uns als Famili­en­un­ter­neh­men war die Beglei­tung durch Herrn Koerber ein großer Gewinn 

Für uns als Famili­en­un­ter­neh­men, verbun­den mit den vielfäl­ti­gen Heraus­for­de­run­gen des zukünf­ti­gen Genera­ti­ons­wech­sels, war die Beglei­tung durch Herrn Koerber ein großer Gewinn. Beson­ders durch die Media­ti­on können wir uns heute gegen­sei­tig besser verste­hen und mit Konflik­ten anders umgehen. Wir empfeh­len bei Proble­men in der Nachfol­ge die Zusam­men­ar­beit mit den Exper­ten von K.E.R.N!

J.M., Unter­neh­mer aus Osnabrück  , Produ­zie­ren­des Handwerk, Groß- und Einzelhandel 

Ich habe die Zusam­men­ar­beit mit KERN sehr genossen 

Ich habe die Zusam­men­ar­beit mit KERN sehr genos­sen und freue mich als Vertre­ter der Käufer­sei­te immer, wenn Verkäu­fer – insbe­son­de­re Famili­en­un­ter­neh­men – ganzheit­lich beraten werden und gezielt auf einen Verkauf vorbe­rei­tet werden.

F.H., verant­wortl. M&A-Manager in NRW  , Inter­na­tio­na­ler Dienstleistungskonzern 

… sehr zufrie­den und würde Kern jeder­zeit und unein­ge­schränkt weiterempfehlen 

Beson­ders gut an KERN und Herrn Ingo Claus hat mir der sehr profes­sio­nel­le und vertrau­ens­vol­le Umgang mit mir als Unter­neh­mens­ver­käu­fer und den Inter­es­sen­ten gefal­len. Herr Claus handel­te stets lösungs­ori­en­tiert und stand in einem ständi­gen Dialog zwischen mir als Verkäu­fer und den poten­zi­el­len Erwer­bern. Auch wenn es am Ende zwar nicht zu einem Verkaufs­ab­schluss gekom­men ist, was äußeren Umstän­den geschul­det war, so bin ich mit der geleis­te­ten Arbeit von KERN, Herrn Claus, sehr zufrie­den gewesen und würde KERN und ihn jeder­zeit und unein­ge­schränkt weiterempfehlen.

M.B., Unter­neh­mer aus Niedersachsen  , Inhaber einer Bauträgergesellschaft 

Nach einem länge­ren Auswahl­pro­zess haben wir uns für KERN entschieden 

Bei einem Unter­nehmens­verkauf gibt es natur­ge­mäß nicht mehre­re Chancen. Deswe­gen ist die Wahl des richti­gen Unter­neh­mens­be­ra­ters so wichtig. Nach einem länge­ren Auswahl­pro­zess haben wir uns für KERN und Holger Haber­mann entschie­den. Mit sehr großem und persön­li­chen Engage­ment hat Herr Haber­mann alle inhalt­li­chen wie auch führungs­tech­ni­schen Aufga­ben erfolg­reich gemeis­tert. Beson­ders hervor­he­ben möchte ich die weitrei­chen­de Sachkennt­nis, das metho­di­sche Heran­ge­hen, die sachli­che, ruhige Art und Weise und die Gerad­li­nig­keit in der Diskussion.

H.K., Unter­neh­mer aus Bayern  , Inhaber eines Unter­neh­mens für Informationstechnologie 

… unser Ziel erreicht und können eine Zusam­men­ar­beit mit KERN unbedingt empfehlen 

Mir wurde im Rahmen unseres Unter­neh­mens­ver­kaufs das Team von KERN empfoh­len und wir sind im Rückblick sehr froh, diesen Tipp bekom­men zu haben. Der Verhand­lungs­pro­zess beim Verkauf war komplex, langwie­rig und manch­mal von emotio­na­len Missver­ständ­nis­sen im Ergeb­nis bedroht. Dank der großen Erfah­rung und dem Geschick unseres KERN-Beraters haben wir jedoch unser Ziel erreicht und können eine Zusam­men­ar­beit mit KERN unbedingt empfehlen.

J.F. , Unter­neh­mer im Raum Osnabrück  , Handel und techni­sche Dienstleistungen 

Beson­ders die Serio­si­tät und Profes­sio­na­li­tät haben mir jeder­zeit ein siche­res Gefühl gegeben 

Meine Entschei­dung in der Vor-Auswahl hat sich zu 100% als richtig erwie­sen. KERN hat von der Aufbe­rei­tung meines Unter­neh­mens in einem Exposé, über die Käufer­su­che, bis hin zur Verhand­lungs­mo­de­ra­ti­on und der komplet­ten Umset­zung meiner Nachfol­ge, wirklich gute Arbeit geleis­tet. Beson­ders die Serio­si­tät und Profes­sio­na­li­tät haben mir jeder­zeit ein siche­res Gefühl gegeben. In gut 8 Monaten war unser Ziel erfolg­reich erreicht. Ich empfeh­le KERN gerne weiter.

G.O.K., Unter­neh­mer aus Hamburg  , Dienst­leis­ter mit eigenen Filialstandorten 

Ohne den Blick von außen wären wir wohl nie so schnell und sicher zum Ziel gekommen 

Im Rahmen meiner Unternehmens­nachfolge war die Fusion mit einem Wettbe­werbs­un­ter­neh­men die ideale Lösung. Das KERN-Team, und ganz beson­ders Herr Koerber, hat uns als Modera­tor und Prozess­be­glei­ter sensi­bel beglei­tet und die Inter­es­sen beider Verhand­lungs­part­ner gut mitein­an­der verbun­den. Ohne den Blick von außen und die Verhand­lungs­er­fah­rung, wären wir wohl nie so schnell und sicher zum Ziel gekommen!

J.K. Unter­neh­mer aus Berlin  , Handel und Dienstleistungen 

Bekannt aus zahlrei­chen Veröffentlichungen


Inhalts­ver­zeich­nis


Vortei­le und Nachtei­le beim Unternehmenskauf

Zu den Vortei­len gehört, dass Sie ein etablier­tes Unter­neh­men erwer­ben, das bereits Kunden hat und einen gewis­sen Bekannt­heits­grad genießt. Außer­dem überneh­men Sie ein Team von Mitar­bei­tern, die das Unter­neh­men bereits kennen und wissen, wie es funktioniert. 

Aller­dings gibt es auch mögli­che Nachtei­le beim Unter­nehmens­kauf. Der Kauf eines Unter­neh­mens ist eine große Entschei­dung, die sorgfäl­tig geprüft werden sollte. Vor allem sollten die Risiken des Kaufs abgewo­gen werden. Kann ich als Käufer den wichti­gen Know-How-Trans­fer des Überge­bers sicher­stel­len? Bleiben Kunden- und Liefe­ran­ten­be­zie­hun­gen intakt und kann ich die Mitar­bei­ter in eine gemein­sa­me Kultur und Zukunft einbinden?

Grafik Unternehmen kaufen oder Nichtkaufen

Sind Sie ein Unternehmertyp?

Bevor Sie sich für den Kauf eines Unter­neh­mens entschei­den, sollten Sie sich zunächst die Frage stellen, ob Sie der passen­de Unter­neh­mer­typ sind. Denn nicht jeder ist für den Erwerb eines bestehen­den Unter­neh­mens geeig­net. Wenn Sie jedoch folgen­de Eigen­schaf­ten mitbrin­gen, dann stehen die Chancen gut, dass Sie ein erfolg­rei­cher Unter­neh­mens­käu­fer werden:

  • Sie sind unter­neh­me­risch denkend und handelnd
  • Sie haben eine Vision und möchten diese verwirk­li­chen zugehen
  • Sie sind kreativ und denken out-of-the-box
  • Sie bereit sind, engagiert zu arbei­ten und Risiken einzugehen
  • Sie gehen gerne mit Menschen um und schät­zen eine klare Kommunikation

Um heraus­zu­fin­den, ob Sie ein Unter­neh­mer­typ sind, machen Sie gerne den folgen­den Unternehmercheck.

Inter­es­sen­la­ge

Die Inter­es­sen­la­ge der Käufer beim Unter­nehmens­kauf ist oftmals unter­schied­lich. Zum einen gibt es Finanz­in­ves­to­ren, die in der Regel auf einen respek­ta­ble Gewinn in einem überschau­ba­ren Zeitraum aus sind und das Unter­neh­men in der Regel nach ca. 5-8 Jahren wieder verkau­fen möchten. Dann gibt es aber auch Inves­to­ren und Käufer, die das Unter­neh­men langfris­tig führen und weiter­ent­wi­ckeln wollen. Käufer sollten daher ihre Inter­es­sen­la­ge vorab prüfen und entschei­den, welchen gewünsch­ten Rahmen diese Inves­ti­ti­on nachhal­tig erfül­len soll.

Finanz­in­ves­tor

Ein Finanz­in­ves­tor inter­es­siert sich mehr für die finan­zi­el­len Aspek­te eines Unter­neh­mens und weniger für die langfris­tig, strate­gi­schen Ziele. Anlie­gen eines Finanz­in­ves­tors ist es in der Regel, inner­halb einer bestimm­ten Frist (meist 5-8 Jahre) und mit einer hohen Rendi­te weiter zu verkaufen.

Strate­gi­scher Investor

Ein Finanz­in­ves­tor inter­es­siert sich mehr für die finan­zi­el­len Aspek­te eines Unter­neh­mens und weniger für die langfris­tig, strate­gi­schen Ziele. Anlie­gen eines Finanz­in­ves­tors ist es in der Regel, inner­halb einer bestimm­ten Frist (meist 5-8 Jahre) und mit einer hohen Rendi­te weiter zu verkaufen.

Unter­neh­mens­nach­fol­ger

Wenn Sie sich als Unter­neh­mens­nach­fol­ger sehen und das Unter­neh­men wie ein Gründer “leben” wollen, ist es eine günsti­ge Zeit für Sie. Bis zu 50% aller Famili­en­un­ter­neh­men werden in den kommen­den Jahren auf der Suche nach einem neuen Besit­zer sein, da die Babyboo­mer in den Ruhestand treten.

Es ist nicht immer einfach, ein Unter­neh­men zu finden, das zu Ihnen passt. Es kann schwie­rig sein, die richti­ge Größe, das passen­de Geschäfts­mo­dell und die richti­ge Kultur zu finden. Und es ist wichtig, dass Sie ein Unter­neh­men finden, das in seiner Kultur zu Ihnen passt und Ihnen in der Tiefe Ihres Handelns wichti­ge Bedürf­nis­se erfül­len wird.

Formen der Übernahme

Es gibt verschie­de­ne Formen der Übernah­me eines Unter­neh­mens. Grund­sätz­lich ist eine Unter­tei­lung in Asset Deal (Verkauf der einzel­nen Bestand­tei­le einer Unter­neh­mung) sowie Share Deal (Verkauf eines gesell­schafts­recht­li­chen Rahmens) sinnvoll.

Asset Deal 

Ein Asset Deal ist eine Trans­ak­ti­on, bei der nur die Aktiva des Unter­neh­mens verkauft werden. Dies bedeu­tet, dass der Käufer nur die Vermö­gens­wer­te des Unter­neh­mens erwirbt, aber nicht die Haftung für Verbind­lich­kei­ten übernimmt. Dies ist ein gängi­ges Vorge­hen bei Firmen­käu­fen, da es dem Käufer ermög­licht, das Risiko zu minimie­ren, das mit der Übernah­me eines Unter­neh­mens verbun­den ist. Es kann auch das bewuss­te Ziel des Verkäu­fers sein, weil steuer­li­che und juris­ti­sche Überle­gun­gen die Gesell­schaft lieber beim Überge­ber belassen.

Grafik Asset Deal beim Unternehmenskauf Vorteile und Nachteile

Share Deal 

Eine GmbH verkau­fen per Share Deal ist eine Übernah­me, bei der das Unter­neh­men oft als Ganzes gekauft wird. Das bedeu­tet, dass der Käufer die vollstän­di­gen Antei­le des Unter­neh­mens erwirbt und somit die Kontrol­le über das Unter­neh­men erlangt. Dabei bleibt das Unter­neh­men als recht­lich eigen­stän­di­ge Organi­sa­ti­on bestehen. Der neue Eigen­tü­mer erhält jedoch nicht nur die Antei­le an der Gesell­schaft, sondern damit auch die Kontrol­le über das Unternehmen.

Share­hol­der können auch nur GmbH Antei­le verkau­fen. Der Einfluss des neuen Eigen­tü­mers der Antei­le hängt hierbei von den Eigen­tums­ver­hält­nis­sen und der Höhe der Antei­le ab.

Grafik: Share Deal beim Unternehmenskauf Vorteile und Nachteile

Unter­schied Asset Deal und Share Deal

Um es auf den Punkt zu bringen: Beim Asset Deal werden nur die Aktiva des Unter­neh­mens verkauft, während beim Share Deal auch die Geschäfts­an­tei­le übertra­gen werden. Dieser Unter­schied ist wichtig, da er sich auf die Haftungs­ri­si­ken und mögli­cher­wei­se auch auf Kunden- und Liefe­ran­ten­be­zie­hun­gen auswirkt. Um alle Unter­schie­de im Detail zu betrach­ten, empfeh­len wir unseren Beitrag Share Deal vs. Asset Deal.

Arten eines Firmenkaufs

Es gibt verschie­de­ne Arten eines Firmen­kaufs, die sich auf die Art und Weise des Kaufs, die Preis­ge­stal­tung und die Kondi­tio­nen des Kaufs bezie­hen. Einige der häufigs­ten Arten eines Firmen­kaufs sind: Manage­ment Buy Out (MBO), Manage­ment Buy In (MBI) und Lever­a­ged Buy Out. 

Manage­ment Buy Out (MBO)

Ein Manage­ment Buy Out (MBO) ist eine Metho­de, bei der das bestehen­de Manage­ment eines Unter­neh­mens die Kontrol­le über das Unter­neh­men übernimmt. In einem MBO kauft das Manage­ment das Unter­neh­men von den bishe­ri­gen Eigen­tü­mern und wird zum neuen Eigen­tü­mer. Das hat den Vorteil, dass sich alle Akteu­re häufig über Jahre kennen, allen die Struk­tu­ren und Details der Unter­neh­mung bekannt sind und die Mitar­bei­ter den Nachfol­ger bereits gut kennen. 

Manage­ment Buy In (MBI)

Ein Manage­ment Buy In (MBI) ist eine Art des Unter­neh­mens­kaufs, bei der eine Einzel­per­son (oder mehre­re Perso­nen, fast analog einer Gründung) Antei­le an dem zu erwer­ben­den Unter­neh­men kauft. Die Lösung der Nachfol­ge mit einem MBI ist die klassi­sche Nachfol­ge­lö­sung und kommt sehr häufig bei kleine­ren Unter­neh­mun­gen vor. Das Einbrin­gen von exter­nem Wissen und Know-how durch den MBI und damit nachfol­gen­den Unter­neh­mer kann dazu beitra­gen, den Übergang zu einer neuen Strate­gie zu erleich­tern und das neue Unter­neh­men auf Erfolgs­kurs zu bringen.

Die MBI Finan­zie­rung ist häufi­ger schwie­rig, da je nach Kaufpreis­vo­lu­men ausrei­chend eigenes Kapital für eine Kaufpreis­fi­nan­zie­rung vorhan­den sein sollte und Banken skeptisch bei einem zu gerin­gen Eigen­ka­pi­tal­an­teil werden. Daher muss ein MBI in der Lage sein, einen guten Business­plan vorzu­le­gen und die notwen­di­gen Mittel auf andere Weise zu beschaffen. 

Lever­a­ged Buy Out (LBO)

Ein Lever­a­ged Buy Out ist eine Art von Unter­nehmens­kauf, bei dem ein Käufer einen sehr gewich­ti­gen Teil des Kaufprei­ses mit Kredi­ten finan­ziert und das Unter­neh­men selbst erwei­tert auch Kredit­mit­tel aufnimmt. Dies ermög­licht es dem Käufer, einen größe­ren Anteil des Unter­neh­mens zu erwer­ben, als es sonst möglich wäre.

LBOs können für Käufer attrak­tiv sein, da sie die Möglich­keit bieten, ein Unter­neh­men zu erwer­ben, ohne alle Mittel aufbrin­gen zu müssen. Sie können auch dazu führen, dass sich das Verhält­nis von Eigen- und Fremd­ka­pi­tal im Unter­neh­men verän­dert, was das Unter­neh­men anfäl­li­ger in kriti­schen Markt­si­tua­tio­nen macht.

LBOs sind jedoch mit Risiken verbun­den. Zum Beispiel kann es schwie­rig sein, Kredi­te zu erhal­ten, um einen LBO durch­zu­füh­ren. Darüber hinaus können die hohen Schul­den­las­ten, die durch einen LBO entste­hen, dazu führen, dass das Unter­neh­men in Schwie­rig­kei­ten gerät, wenn die Geschäf­te nicht so gut laufen wie erwartet.

Unter­nehmens­kauf Ablauf - Unser Guide in 10 Schritten

Wenn Sie sich dafür entschei­den, ein Unter­neh­men zu kaufen, gibt es einige Dinge, die Sie im M&A Prozess beach­ten sollten. Zunächst müssen Sie den Kaufpro­zess verste­hen. Die folgen­den Absät­ze erläu­tern den typischen Verlauf eines Unter­neh­mens­kaufs. Der erste Schritt beim Unter­nehmens­kauf ist die Suche nach einem geeig­ne­ten Zielun­ter­neh­men. Dies kann eine Heraus­for­de­rung sein, da es unüber­sicht­lich viele verschie­de­ne Unter­neh­men gibt und nicht alle für den Kauf geeig­net sind. Ihren persön­li­chen Fahrplan zum Unter­nehmens­kauf können Sie der Skizzie­rung des Vorge­hens entnehmen.

Grafik Unternehmenskauf 10-schritte guide
Schritt 1

Suchpro­fil anlegen

Vor allem, wenn Sie ein Unter­neh­men kaufen möchten, ist es wichtig, ein Suchpro­fil in renom­mier­ten Börsen anzule­gen. Durch das Anlegen eines solchen Profils können Sie sich selbst zugleich besser kennen­ler­nen und erfah­ren, welche Art von Unter­neh­men am besten zu Ihnen passt. Außer­dem können Sie mithil­fe eines konkre­ten Suchpro­fils schnel­ler die richti­gen Kontak­te knüpfen und so den Kauf eines Unter­neh­mens beschleu­ni­gen. Hier sollte beson­ders die Weisheit “ Wer alles können will, kann gar nichts” beach­tet werden.

Dieses Profil sollte Ihre Präfe­ren­zen und Krite­ri­en für den idealen Unter­nehmens­kauf enthal­ten. Zu den Krite­ri­en gehören:

  • Die Art des Unter­neh­mens, das Sie kaufen möchten
  • Die Größe des Unternehmens
  • Der Stand­ort des Unternehmens
  • Das Budget, das Sie für den Kauf des Unter­neh­mens bereit sind zu zahlen bzw. das erfor­der­li­che Eigen­ka­pi­tal aufbrin­gen können
Schritt 2

Unter­nehmens­verkauf Angebo­te finden

Egal, ob Sie Ihr Unter­neh­men selbst kaufen oder einen exter­nen M&A-Spezialisten beauf­tra­gen möchten – die Suche nach dem richti­gen Angebot ist ein wesent­li­cher Bestand­teil des Kaufpro­zes­ses. Um einen erfolg­rei­chen Kauf zu gewähr­leis­ten, sollten Sie sich gut vorbe­rei­ten und sicher­stel­len, dass Sie alle relevan­ten Fragen zusam­men­stel­len, bevor Sie mit der Suche nach dem richti­gen Angebot begin­nen. Es gibt verschie­de­ne Orte, an denen Sie nach Angebo­ten für den Unter­nehmens­verkauf Ihres Unter­neh­mens suchen können. 

Unter­neh­mens­bör­sen

Viele Unter­neh­mer sind auf der Suche nach einem geeig­ne­ten Käufer für ihr Unter­neh­men. Eine Möglich­keit, poten­zi­el­le Käufer zu finden, ist der Weg über eine Unter­neh­mens­bör­se. Hier werden Unter­neh­men vermit­telt, die zum Verkauf stehen. DUB, Nexxt Change und KERN Firmen­bör­se sind einige der größten, seriö­sen und bekann­tes­ten Börsen. Viele Menschen sehen in den Börsen eine aktive und breit angeleg­te Möglich­keit, ein Unter­neh­men zu verkau­fen oder zu kaufen. 

Weite­re Möglich­kei­ten außer­halb von Börsen

Das ist die berühm­te Steck­na­del im Heuhau­fen und bedarf in der Regel beson­de­rer Kennt­nis­se und den Zugang zu Daten­ban­ken. Schließ­lich hängt kein Unter­neh­mer, ähnlich wie bei Immobi­li­en, ein Schild „Zum Verkauf“ vor seine Firmentür.

Wir haben für die Unter­neh­mens­über­nah­me und die erfolg­rei­che Identi­fi­zie­rung von Firmen mehre­re Optio­nen ausge­ar­bei­tet. Sie finden diese unter­schied­li­chen Möglich­kei­ten in unserem Fachbei­trag zum Thema Target Scouting.

Schritt 3

Verkäu­fer­an­spra­che und Auswahl

Sie sollten poten­zi­el­le Verkäu­fer nicht aufgrund des Preises auswäh­len, sondern das Geschäfts­mo­dell verste­hen und perspek­ti­visch entwi­ckeln können. Dies erfor­dert eine gute Kommu­ni­ka­ti­on zwischen Verkäu­fer und Käufer, um sicher­zu­stel­len, dass beide Seiten die Erwar­tun­gen kennen und verstehen.

Es beginnt bereits bei der Auswahl der passen­den Kaufob­jek­te und der ersten Kontakt­auf­nah­me mit dem jewei­li­gen Verkäu­fer. Auf diese Weise wird mit einem ersten guten Auftritt auch der erste Schritt zu einer erfolg­rei­chen Trans­ak­ti­on gemacht.

Schritt 4

NDA und Letter of Intent

Die NDA und der Letter of Intent sind zwei der wichtigs­ten Dokumen­te, die beim Kauf eines Unter­neh­mens eine Rolle spielen.

Eine Non-disclo­sure Agree­ment (NDA) ist ein recht­li­ches Dokument, das verhin­dert, dass vertrau­li­che Infor­ma­tio­nen weiter­ge­ge­ben werden. Dieses Dokument wird norma­ler­wei­se zwischen zwei Partei­en unter­schrie­ben, bevor sie anfan­gen mitein­an­der zu verhan­deln oder Daten auszutauschen.

Ein Letter of Intent (LOI) ist ein Dokument, das die Absich­ten einer oder mehre­rer Perso­nen in Bezug auf eine Verein­ba­rung oder ein Geschäft darlegt. Es ist keine rechts­ver­bind­li­che Verein­ba­rung, sondern dient vielmehr dazu, die Verhand­lun­gen zwischen den Partei­en zu erleich­tern und zu beschleu­ni­gen. Der Letter of Intent kann auch verwen­det werden, um die wesent­li­chen Bedin­gun­gen einer künfti­gen Verein­ba­rung festzulegen.

Ebenfalls unerläss­lich: Das Infor­ma­ti­on Memoran­dum enthält detail­lier­te Infor­ma­tio­nen über das Unter­neh­men, seine Geschäfts­tä­tig­keit und seine Finanz­la­ge. Ziel eines Infor­ma­ti­on Memoran­dum ist es, poten­zi­el­len Inves­to­ren einen umfas­sen­den Überblick über das Unter­neh­men zu geben, damit diese entschei­den können, ob sie in das Unter­neh­men inves­tie­ren möchten. 

Schritt 5

Unter­neh­mens­be­wer­tung

Die Unter­neh­mens­be­wer­tung ist ein wesent­li­cher Bestand­teil des Kaufpro­zes­ses. Die Bewer­tung eines Unter­neh­mens erfolgt in der Regel durch einen unabhän­gi­gen Finanz­ex­per­ten und basiert auf verschie­de­nen Fakto­ren wie dem aktuel­len und zukünf­ti­gen Ertrags­po­ten­zi­al, dem Wettbe­werbs­um­feld, den Markt­chan­cen sowie der finan­zi­el­len Situa­ti­on des Unter­neh­mens. Aufgrund dieser Fakto­ren kann die Bewer­tung eines Unter­neh­mens sehr unter­schied­lich ausfallen.

Nachfol­gen­den zwei Absät­ze alsnIn­fo­box zur “Fairness Opinion”

Ein wichti­ger Aspekt, wenn Sie den Unter­neh­mens­wert berech­nen wollen, ist die sogenann­te “Fairness Opini­on”. Dabei handelt es sich um eine Stellung­nah­me eines unabhän­gi­gen Dritten, in der bestä­tigt wird, dass der Preis für das Unter­neh­men fair ist.

Um eine Fairness Opini­on zu erhal­ten, muss das Unter­neh­men einen Exper­ten beauf­tra­gen. Dieser wird dann eine Unter­su­chung durch­füh­ren und seine Stellung­nah­me abgeben. In der Regel ist die Fairness Opini­on Teil des Berichts des Experten.

Schritt 6

Finan­zie­rung klären

Bevor Sie sich mit dem Kauf eines Unter­neh­mens einlas­sen, sollten Sie klären, wie Sie das –Unter­neh­men finan­zie­ren wollen. Dies ist beson­ders wichtig, wenn Sie sich für ein größe­res Unter­neh­men entschei­den. Es gibt verschie­de­ne Möglich­kei­ten, ein Unter­neh­men zu finan­zie­ren, und welche Metho­de für Sie die beste ist, hängt von verschie­de­nen Fakto­ren ab.

Eine gute Möglich­keit, um mehr über die Finan­zie­rung zu erfah­ren, ist es, sich mit einem Steuer­be­ra­ter oder einem Finanz­be­ra­ter zu beraten. Diese Exper­ten können Ihnen helfen, die beste Möglich­keit zu finden, um Ihr Unter­neh­men zu finanzieren. 

Schritt 7

Due Diligence

Die Due Diligence ist ein wesent­li­cher Bestand­teil des Unter­neh­mens­kaufs. Es beinhal­tet die Prüfung der finan­zi­el­len Unter­la­gen und Geschäfts­pro­zes­se des Unter­neh­mens, um sicher­zu­stel­len, dass es für den Käufer eine gute Inves­ti­ti­on ist und die bisher gemach­ten Angaben des Verkäu­fers auch tatsäch­lich der Reali­tät entsprechen.

Nachfol­gen­den Absatz als Infobox zur “Due Diligence Checkliste”

Die Due Diligence wird norma­ler­wei­se von einem Team aus Exper­ten durch­ge­führt, die in verschie­de­nen Berei­chen des Unter­neh­mens Erfah­rung mitbrin­gen. Als Orien­tie­rung für die entschei­den­den Elemen­te der Due Diligence haben wir eine umfang­rei­che Liste für Sie erstellt. Nutzen Sie unsere Due Diligence Check­lis­te gerne für Ihren Kauf. 

Legal Due Diligence und Tax Due Diligence

Die Legal Due Diligence ist ein Prozess, bei dem ein Anwalt oder eine andere exter­ne Partei die Unter­la­gen des zu kaufen­den Unter­neh­mens gründ­lich überprüft, um sicher­zu­stel­len, dass es keine offenen Rechts­strei­tig­kei­ten gibt und dass alle Verträ­ge und Lizen­zen in Ordnung sind.

Die Tax Due Diligence ist ein Prozess, bei dem ein Steuer­be­ra­ter oder eine andere exter­ne Partei die Unter­la­gen des zu kaufen­den Unter­neh­mens überprüft, um sicher­zu­stel­len, dass es keine steuer­li­chen Risiken gibt. 

Schritt 8

Verhand­lun­gen und Kaufpreiseinigung

Nachdem Sie den richti­gen Käufer gefun­den haben, ist es an der Zeit, die Verhand­lun­gen zu begin­nen. Die Verhand­lun­gen sind ein wichti­ger Teil der Unter­neh­mens­über­nah­me und können oft entschei­dend dafür sein, ob der Kauf erfolg­reich ist oder nicht. Es ist wichtig, dass Sie sich gut auf die Verhand­lun­gen vorbe­rei­ten und wissen, was Sie wollen und was Sie bereit sind, zu geben.

In einem Unter­nehmens­kauf gibt es viele verschie­de­ne Verhand­lungs­punk­te, aber der Preis ist natür­lich einer der wichtigs­ten. Wenn Sie sich auf einen Preis einigen können, ist der Rest der Verhand­lun­gen norma­ler­wei­se nur noch Formsache.

Schritt 9

M&A Trans­ak­ti­on / Closing

Der Kauf eines Unter­neh­mens ist ein komple­xer Prozess, der sorgfäl­ti­ge Planung und Durch­füh­rung erfor­dert. Wenn Sie sich darauf vorbe­rei­ten, ein Unter­neh­men zu kaufen, müssen Sie einige wichti­ge Schrit­te beach­ten, um sicher­zu­stel­len, dass die Trans­ak­ti­on reibungs­los verläuft.

Ein sehr wichti­ger Schritt beim Kauf eines Unter­neh­mens ist das Closing. Das Closing ist der letzte Schritt in der Trans­ak­ti­on und beinhal­tet den Austausch von Dokumen­ten und Geldern zwischen dem Käufer und dem Verkäu­fer zur finalen Überga­be der Unternehmung.

Schritt 10

Post Merger Integration

Die Post Merger Integra­ti­on (PMI) ist ein wesent­li­cher Bestand­teil eines erfolg­rei­chen Unter­neh­mens­kaufs. Die PMI umfasst die Planung und Durch­füh­rung aller Aktivi­tä­ten, die erfor­der­lich sind, um sicher­zu­stel­len, dass das neu erwor­be­ne Unter­neh­men nahtlos in das bestehen­de Unter­neh­men integriert wird.

Ein wichti­ger Aspekt der Post Merger Integra­ti­on ist die Kommu­ni­ka­ti­on. Um eine erfolg­rei­che Post Merger Integra­ti­on zu gewähr­leis­ten, ist es wichtig, dass die betei­lig­ten Unter­neh­men bzw. Gesell­schaf­ter und/oder Geschäfts­füh­rer eine enge Zusam­men­ar­beit leisten und einen klaren Plan für die Umset­zung haben.

Dauer eines Unternehmenskaufes

Wenn Sie ein Unter­neh­men kaufen möchten, müssen Sie sich auf einen relativ langen und komple­xen M&A Prozess (mergers & acqui­si­ti­ons) einstel­len. Der genaue Zeitrah­men hängt von vielen Fakto­ren ab. In der Regel dauert es zwischen sechs und 18 Monate, bis ein Unter­nehmens­kauf abgeschlos­sen ist.

Finan­zie­rung Unternehmenskauf

Die Finan­zie­rung ist ein wesent­li­cher Bestand­teil jedes Unter­neh­mens­kaufs und sollte sorgfäl­tig geplant werden. Die folgen­den Punkte sollten bei der Finanz­pla­nung berück­sich­tigt werden:

  • Welche Art von Finan­zie­rung benöti­gen Sie?

  • Wie viel Geld benöti­gen Sie? Dabei ist auch die mögli­che Wachs­tums­pha­se nach der Übernah­me zu berücksichtigen.

  • Können Sie die Finan­zie­rung des notwen­di­gen Eigen­ka­pi­tals selbst aufbringen?

  • Brauchen Sie eine exter­ne Finan­zie­rung oder können es über ein Verkäu­fer­dar­le­hen lösen?

  • Welche Kredit­ge­ber kommen für Ihren Kauf infrage?

  • Was ist der beste Weg, um die erfor­der­li­che Finan­zie­rung zu erhalten? 

Höhe Eigen­ka­pi­tal und Unter­nehmens­kauf ohne Eigenkapital

Je höher das Eigen­ka­pi­tal, desto höher ist in der Regel der Preis, den ein Käufer für das Unter­neh­men zahlen wird. Eigenes Eigen­ka­pi­tal ist daher ebenso auf der Käufer­sei­te wichtig, wenn Sie ein Unter­neh­men kaufen möchten, aber es ist nicht das einzi­ge Kriterium.

Sie können gemein­sam mit dem Verkäu­fer Verein­ba­run­gen treffen, die helfen das Eigen­ka­pi­tal belast­ba­rer zu gestal­ten und den Verkäu­fer zumin­dest für einen Zeitraum X auch fest an Ihrer Seite zu wissen.

Denn in einem solchen Konstrukt hat auch der Verkäu­fer ein elemen­ta­res Inter­es­se, dass Sie als Käufer in den Folge­jah­ren erfolg­reich die Unternehmens­nachfolge durch den Unter­nehmens­kauf umsetzen.

Und es gibt fremde Dritte, wie z.B. Banken, Sparkas­sen oder Finanz­in­ves­to­ren, die in einer Spann­brei­te öffent­li­cher Mittel bis hin zu konkre­ten Betei­li­gun­gen alle Chancen bieten und die Eigen­ka­pi­tal­ba­sis signi­fi­kant erhöhen können.

Zugleich muss sich jeder Käufer vorab darüber klar sein, welcher Bedarf wirklich vorhan­den ist und dann auch frühzei­tig die unter­schied­li­chen Möglich­kei­ten dazu ausloten.

Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten

Es gibt viele Möglich­kei­ten, ein Unter­neh­men zu finan­zie­ren. Einige davon sind:

  1. Kredi­to­ren: Sie können einen Kredit von einem Kredit­ge­ber erhal­ten, um das Unter­neh­men zu kaufen.

  2. Inves­to­ren: Sie können auch Inves­to­ren finden, die bereit sind, in Ihr Unter­neh­men zu investieren.

  3. Eigen­ka­pi­tal: Kapital, das Sie selbst in das Unter­neh­men investieren.

Beach­ten Sie aber auch die nachfol­gen­den, nicht immer auf Anhieb erkann­ten Alternativen.

Earn Out

Eine Earn Out Klausel ist eine Klausel in einem Kaufver­trag, die besagt, dass der Käufer einen Teil des Kaufprei­ses erst dann zahlt, wenn bestimm­te Ziele erreicht wurden. Diese Ziele können Umsatz-, Gewinn- oder andere finan­zi­el­le Ziele sein.

Earn Out-Klauseln werden oft in Übernah­me­ver­trä­gen verwen­det, um das Risiko zu verrin­gern, dass der Käufer mehr für das Unter­neh­men bezahlt, als es wert ist. Die Idee hinter einem Earn Out ist es, dass der Käufer nur dann den vollen Kaufpreis bezahlt, wenn sich das Unter­neh­men nach dem Kauf weiter­ent­wi­ckelt und tatsäch­lich mehr wert ist. Dies reduziert das Risiko für den Käufer und betei­ligt den Verkäu­fer in der Verant­wor­tung nach der Übernahme.

Verkäu­fer­dar­le­hen

Ein Verkäu­fer­dar­le­hen ist ein Darle­hen, das der Verkäu­fer eines Unter­neh­mens dem Käufer zur Verfü­gung stellt. Dieses Darle­hen kann helfen, den Kaufpreis zu finan­zie­ren, und es gibt dem Käufer die Möglich­keit, das Geschäft mit weniger Eigen­ka­pi­tal zu kaufen. Verkäu­fer­dar­le­hen sind jedoch nicht für jeden Käufer geeig­net. Es ist wichtig, sich vor dem Kauf eines Unter­neh­mens genau über die Risiken und Chancen dieser Finan­zie­rungs­me­tho­de zu informieren. 

Förde­rung

Die Förde­run­gen, die Unter­neh­mer beim Kauf eines bestehen­den Unter­neh­mens erhal­ten können, sind vielfäl­tig. Zu den häufigs­ten Förder­mit­teln gehören Kredit­pro­gram­me, steuer­li­che Vergüns­ti­gun­gen und finan­zi­el­le Unter­stüt­zung durch regio­na­le Förder­ban­ken oder der KFW. Wichtig ist, dass Sie sich im Vorfeld genau infor­mie­ren, welche Förder­mit­tel regio­nal für Ihr Unter­neh­mens­pro­jekt infra­ge kommen. Nur so können Sie die optima­len Bedin­gun­gen für Ihre Unter­neh­mens­über­nah­me sicherstellen. 

Wie lange dauert Finanzierung?

Je nach Aufwand und Beglei­tung durch klassi­sche Hausbanken/Sparkassen, öffent­li­che Förder­ban­ken oder priva­te Finanz­in­ves­to­ren, müssen weiter­hin für die Finan­zie­rung mindes­tens 8 Wochen veran­schlagt werden.

Bei umfang­rei­chen Vorha­ben, der Kombi­na­ti­on verschie­de­ner Geldge­ber oder der Überschnei­dung mit den typischen Urlaubs­zei­ten, benöti­gen Sie schnell auch mal 3 oder 4 Monate für diese wichti­ge Phase.

Unter­nehmens­kauf Erfahrung

Im Laufe der letzten 20 Jahre haben wir viele Unter­neh­mens­käu­fe beglei­tet und dabei eine Menge an detail­lier­tem Wissen für unsere Kunden gesam­melt. Wir möchten unsere Erfah­run­gen mit Ihnen teilen, damit Sie Ihren Kauf erfolg­reich abschlie­ßen können.

Recht­li­che Aspek­te im Unternehmenskaufvertrag

Im Rahmen eines Unter­neh­mens­kaufs gibt es einige recht­li­che Aspek­te, die berück­sich­tigt werden müssen. Dazu gehört zum Beispiel, welche Rechte und Pflich­ten der Käufer und Verkäu­fer im Vertrag verein­ba­ren. Auch die Haftungs­ri­si­ken müssen genau abgewo­gen werden.

Der Käufer sollte sich daher vor dem Abschluss eines Unter­neh­mens­kauf­ver­trags genau infor­mie­ren und beraten lassen.

Betriebs­über­gang

Wenn Sie ein Unter­neh­men kaufen möchten, ist es wichtig, dass der Betriebs­über­gang reibungs­los verläuft. Dazu gehört die Übertra­gung aller wesent­li­chen Unter­neh­mens­funk­tio­nen und -prozes­se auf den neuen Eigen­tü­mer. Es gibt verschie­de­ne Möglich­kei­ten, wie ein Betriebs­über­gang vonstat­ten­ge­hen kann.

Die häufigs­te Art ist, dass der Käufer das Unter­neh­men komplett übernimmt und die Mitar­bei­ter behält. In einigen Fällen kann es jedoch auch vorkom­men, dass der Käufer nur einen Teil des Unter­neh­mens übernimmt oder Mitar­bei­ter entlas­sen möchte.

Wenn Sie sich dafür entschei­den, ein Unter­neh­men zu kaufen, ist es wichtig, dass Sie sich im Vorfeld über die verschie­de­nen Möglich­kei­ten infor­mie­ren und mit dem Verkäu­fer bespre­chen, welche Option für Sie die beste ist.

Übernah­me bestehen­der Arbeitsverträge

Bevor Sie jedoch einen Arbeits­ver­trag kündi­gen oder ändern, sollten Sie sich unbedingt mit einem Fachan­walt beraten. Denn es gibt einige Punkte, die Sie beach­ten müssen, um keine recht­li­chen Proble­me zu bekom­men. In der Regel werden bei einem Unter­nehmens­kauf alle Arbeits­ver­trä­ge der bishe­ri­gen Beschäf­tig­ten mit allen Rechten und Pflich­ten übernom­men. Dies gilt auch für tarif­ver­trag­lich geregel­te Arbeitsverträge.

Aller­dings können sich durch den Verkauf des Unter­neh­mens auch Änderun­gen in Bezug auf die Arbeits­be­din­gun­gen ergeben, zum Beispiel hinsicht­lich des Arbeits­or­tes oder der Arbeits­zeit. In diesem Fall ist es ratsam, vorab alle notwen­di­gen Rahmen­be­din­gun­gen zu klären, damit keine belas­ten­den Ereig­nis­se in der späte­ren Umset­zung eintreten.

Übernah­me bestehen­der Versicherungsverträge

Wenn Sie ein Unter­neh­men kaufen, das bereits Versi­che­rungs­ver­trä­ge abgeschlos­sen hat, sollten Sie sich mit den Bedin­gun­gen der Verträ­ge vertraut machen. Dazu gehört auch, heraus­zu­fin­den, welche Risiken durch die Versi­che­rung abgedeckt werden und welche nicht.

Auch wenn die meisten Versi­che­rungs­ge­sell­schaf­ten bei einem Unter­nehmens­kauf die Verträ­ge überneh­men, kann es sein, dass Sie einen höheren Selbst­be­halt zahlen müssen oder dass bestimm­te Risiken nicht mehr abgedeckt werden.

Verein­ba­ren eines Wettbewerbsverbotes

Wenn Sie sich dafür entschei­den, ein Unter­neh­men zu kaufen, ist es wichtig, ein Wettbe­werbs­ver­bot mit dem Verkäu­fer zu verein­ba­ren. Dies verhin­dert, dass der Verkäu­fer nach dem Kauf des Unter­neh­mens in Konkur­renz zu Ihnen treten kann. Es ist auch ratsam, dies in Ihrem Kaufver­trag festzu­le­gen. Dieses Verbot sollte für einen bestimm­ten Zeitraum gelten und wird ohne Ausgleichs­zah­lung mit 2 Jahren als umsetz­bar angese­hen. Manch­mal ist es empfeh­lens­wert, auch Famili­en­an­ge­hö­ri­ge des Verkäu­fers in das Verbot zu integrieren.

Haftungs­an­sprü­che

Wenn Sie ein Unter­neh­men kaufen, überneh­men Sie auch die Haftung für alle Ansprü­che, die gegen das Unter­neh­men vor dem Kauf entstan­den sind. Diese Ansprü­che können finan­zi­el­len oder anderen Charak­ter haben. Beispiels­wei­se kann ein Kunde einen Schaden­er­satz­an­spruch geltend machen, weil er mit einem Produkt des Unter­neh­mens nicht zufrie­den war. Auch wenn der Kunde den Schaden erst nach dem Kauf des Unter­neh­mens erlit­ten hat, haftet der neue Eigen­tü­mer für den Schaden. Dies kann über Garan­tie­re­ge­lun­gen und Haftungs­klau­sel im Kaufver­trag zulas­ten des Verkäu­fers geregelt werden.

Verbind­lich­kei­ten

In der Regel existie­ren Verbind­lich­kei­ten, die das Unter­neh­men eingeht, um seine Geschäf­te zu betrei­ben. Diese können beispiels­wei­se Kredi­te, Mietver­trä­ge oder Liefe­ran­ten­rech­nun­gen sein. Wenn Sie ein Unter­neh­men kaufen, sollten Sie sich daher immer auch über seine Verbind­lich­kei­ten infor­mie­ren. Denn diese können das Risiko eines Unter­neh­mens­kaufs erhöhen.

Steuer­schul­den

Wenn Sie ein Unter­neh­men kaufen, findet auch eine Übernah­me der Steuer­schul­den statt. Dies bedeu­tet, dass Sie für alle offenen Rechnun­gen und Steuern, die das Unter­neh­men noch nicht bezahlt hat, verant­wort­lich sind. Daher ist es wichtig, vor dem Kauf eines Unter­neh­mens genau zu prüfen, welche Steuer­schul­den das Unter­neh­men hat und ob Sie diese überneh­men können. Auch hierzu gilt es Garan­tie- und Haftungs­re­ge­lun­gen zulas­ten des Verkäu­fers zu vereinbaren.

Unter­nehmens­kauf Beratung

Ein erfah­re­ner M&A-Berater kann Ihnen dabei helfen, sich auf den Kauf vorzu­be­rei­ten und die bestmög­li­che Strate­gie für Ihr Unter­neh­men bzw. für sich persön­lich zu entwi­ckeln. Die Beratung umfasst in der Regel eine ausführ­li­che Analy­se des zu kaufen­den Unter­neh­mens, einschließ­lich einer Ermitt­lung des Unter­neh­mens­werts, einer Überprü­fung der strate­gi­schen Alter­na­ti­ven und einer Risikoanalyse.

Ein M&A-Berater hat in den Verhand­lun­gen mit dem Verkäu­fer die Aufga­be, das Verhält­nis zum Käufer unbelas­tet zu halten und übernimmt die Rolle des kriti­schen Fragers und Kaufbegleiters.

Unter­nehmens­kauf FAQ

Benöti­ge ich für den Erwerb eines Unter­neh­mens einen Business Plan?

Wir würden jedem Käufer für den Unter­nehmens­kauf einen Business­plan empfeh­len. Dient er doch schon im ersten Schritt der eigenen Klarheit und Perspek­ti­ve für das angedach­te Investitionsvorhaben.

Außer­dem ist es der Standard für mögli­che Finanz­part­ner, die den Unter­nehmens­kauf beglei­ten sollen.

Ohne einen ausführ­li­chen Business­plan, der im Detail alle Risiken und Chancen genau umschreibt, sollte das Projekt für einen Unter­nehmens­kauf nicht vollzo­gen werden.

Was kostet die Beglei­tung durch einen profes­sio­nel­le M&A Beratung? Lohnt sich das?

Die Kosten für eine mögli­che Beglei­tung durch Exper­ten sind sehr unter­schied­lich. Gibt es feste Kosten­sät­ze, gibt es Erfolgs­be­tei­li­gun­gen, etc.

Gehen Sie, bezogen auf die Kaufpreis­hö­he einer Firma, von ungefähr 3 bis 8% der Trans­ak­ti­ons­sum­me aus. Das hängt verständ­li­cher­wei­se auch vom Aufwand des gesam­ten M&A Prozes­ses und Ihrem persön­li­chen Beglei­tungs­be­darf ab. Eine erfah­re­ne Trans­ak­ti­ons­be­ra­tung verfügt über passen­de Fachju­ris­ten und Steuer­ex­per­ten im Netzwerk und steuert diese bei Bedarf in den Prozess mit ein.

Der große Vorteil ist, dass eine etablier­te M&A Beratung Sie sicher und zügig durch einen Kaufpro­zess führen kann und bei den mögli­chen Preis­ver­hand­lun­gen noch ganz andere Argumen­te und Ansät­ze für eine Preis­re­duk­ti­on findet, als Sie es selbst mögli­cher­wei­se schaf­fen können.

Dann hat sich die Beauf­tra­gung auf jeden Fall gelohnt und Sie vermei­den Fehler in der Komple­xi­tät der Verträge.

Was ist beim Unter­nehmens­kauf zu beachten?

Zunächst einmal ist es wichtig, sich gut über das Unter­neh­men zu infor­mie­ren, bevor man einen Kauf tätigt. Man sollte sich also genau alle Details verdeut­li­chen, wie z.B. welche Produk­te oder Dienst­leis­tun­gen das Unter­neh­men anbie­tet, wie es finan­zi­ell aufge­stellt ist und welche Zukunfts­plä­ne es hat und in dem entspre­chen­den Markt­seg­ment auch gibt.

Ein weite­rer Punkt, der beach­tet werden sollte, ist die Unter­neh­mens­kul­tur. Es ist wichtig zu wissen, ob das Unter­neh­men Wert auf eine bestimm­te Arbeits­ethik legt, welcher Führungs­stil prakti­ziert wird und ob die Mitar­bei­ter zufrie­den sind. Auch die Frage der Nachhal­tig­keit eines Geschäfts­mo­dells ist wichtig. Immer mehr Menschen achten bei ihrer Kaufent­schei­dung darauf, dass das Unter­neh­men nachhal­tig arbeitet. 

Wie läuft ein Unter­nehmens­kauf ab?

In den meisten Fällen beginnt der Prozess mit einer Prüfung des Unter­neh­mens durch den Käufer, um festzu­stel­len, ob das Unter­neh­men eine gute Inves­ti­ti­on darstellt. Anschlie­ßend werden die Finan­zie­rung und die recht­li­chen Aspek­te des Kaufs disku­tiert und geklärt. Sobald diese Punkte geregelt sind, wird der Kaufver­trag unter­schrie­ben und der Kauf abgeschlossen.

Wann Asset Deal und Share Deal?

Diese Frage hängt zuerst von den gegebe­nen Rahmen­be­din­gun­gen einer Trans­ak­ti­on ab. In welcher Form wird das Unter­neh­men angebo­ten und ist der Verkäu­fer überhaupt bereit mögli­cher­wei­se einen Wechsel zwischen den beiden Grund­ar­ten zu vollziehen.

Auf der steuer­li­chen Ebene führt allein schon der recht­li­che Rahmen einer Gesell­schaft zu einer entspre­chen­den Lösung. Käufer und Verkäu­fer werden versu­chen die Bedürf­nis­se beider Seiten in der Grund­form von Asset oder Share-Deal zu berücksichtigen.