Wie kann ich am besten meine Firma verkaufen - Teil 1
Wie kann ich am besten meine Firma verkaufen?

Wie kann ich am besten meine Firma verkau­fen - Der Ablauf

Ihr Unter­neh­men ist Ihr Lebens­werk. Sie haben viel Geld, Zeit und Herzblut hinein­ge­steckt und möchten nun Ihre Firma verkau­fen. In den meisten Fällen ist ein Unter­neh­mens­ver­kauf eine einma­li­ge Angele­gen­heit im Leben eines Unter­neh­mers und die Unsicher­heit, wie Sie damit umgehen können und was auf Sie zukommt – ist groß.

Sie wollen Ihre Firma verkau­fen? - Klären Sie Ihre Strate­gie!

Aus den Dimen­sio­nen Zeit und Geld ergeben sich bereits verschie­de­ne Ansät­ze für Ihre Nachfol­ge­pla­nung. Sollten Sie unter Zeitdruck stehen – weil sie in einer Notsi­tua­ti­on sind – dann werden Sie wahrschein­lich eine rasche Nachfol­ge anstre­ben. Wenn Sie gerne einen möglichst hohen Kaufpreis erzie­len möchten, dann werden Sie dementspre­chend verhan­deln und die Zeit für sich nutzen. Wenn Sie jedoch die beste Lösung für Ihre Kunden und Mitar­bei­ter anstre­ben, dann steht der hohe Kaufpreis nicht an erster Stelle und Sie werden Zeit in die Suche nach dem geeig­ne­ten Nachfol­ger stecken. Und ein dritter Aspekt ist -  wer aus dem engeren Famili­en- und Freun­des­kreis ist davon noch berührt? Wen muß und möchte man mit ins Boot nehmen? Versu­chen Sie nicht, das Thema im stillen Kämmer­lein auszu­tra­gen. Lassen Sie Ihre Vertrau­ten an Ihren Gedan­ken die Firma zu verkau­fen teilneh­men.

Die Unter­neh­mens­be­wer­tung und die Verkaufs­un­ter­la­gen erstel­len

Die Basis jedes Unter­neh­mens­ver­kaufs ist der Unter­neh­mens­wert. Den zu ermit­teln, ist nicht nur eine Rechen­auf­ga­be. Mit Ihrem Berater zusam­men bestim­men Sie die Werttrei­ber und Stärken Ihres Unter­neh­mens. Sie erstel­len gemein­sam einen Wirtschafts­plan für die nächs­ten 3-5 Jahre. Wer eine Herzblut­ren­di­te hinzu­rech­net, wer also einen zu hohen Preis verlangt, wird am Ende mögli­cher­wei­se enttäuscht werden. Oder aber er gefähr­det damit sogar die erfolg­rei­che Fortfüh­rung des Unter­neh­mens. In einem ausführ­li­chen Exposé werden die Stärken und auch die Einzig­ar­tig­keit Ihres Unter­neh­mens präsen­tiert. Es soll Appetit auf Ihr Unter­neh­men machen.

Die Markt­an­spra­che / die Käufer­su­che

Wenn kein Nachfol­ger in der Familie existiert und auch kein Mitar­bei­ter geeig­net und willens ist, dann muß am Markt nach einem Käufer gesucht werden. Vielleicht sind sogar aus dem beruf­li­chen Umfeld Markt­teil­neh­mer dabei, die Ihr Unter­neh­men gerne überneh­men möchten? Die Syner­gien die dadurch entste­hen, könnten zu einem höheren Kaufpreis führen. Auch Finanz­in­ves­to­ren, Unter­neh­mer­ka­pi­tal – könnte eine attrak­ti­ve Lösung für Ihr Unter­neh­men sein. Die Angst, die viele Unter­neh­mer haben ist– wie kann ich mich auf die Suche machen, ohne daß es bei meinen Mitar­bei­tern und am Markt bekannt wird? Lassen Sie sich dabei von gerne einem profes­sio­nel­len Berater beglei­ten, er wird für Sie anonym die Markt­an­spra­che durch­füh­ren.

Die Verkaufs­ver­hand­lung und Vertrags­ge­stal­tung

Das erste persön­li­che Kennen­ler­nen ist ein wichti­ger Impuls für die weite­ren Schrit­te. Der berühm­te erste Eindruck. Die poten­ti­el­len Käufer bewer­ben sich beim Verkäu­fer und werben um das Unter­neh­men! Auf der anderen Seite müssen Verkäu­fer ihr Unter­neh­men objek­tiv und trans­pa­rent präsen­tie­ren und seine Stärken und Einzig­ar­tig­keit hervor­he­ben. Nach Erhalt der ersten unver­bind­li­chen Angebo­te, entschei­det der Verkäu­fer, mit wem man in Detail­ver­hand­lun­gen geht. Nach Unter­zeich­nung einer Absichts­er­klä­rung (eines sogenann­ten “letter of intent” oder kurz LOI) wird vom Käufer eine Sorgfalts­prü­fung (die sogenann­te Due Diligence oder kurz DD) durch­ge­führt. Paral­lel dazu wird bereits an der Vertrags­ge­stal­tung gearbei­tet. In dieser Phase ist es wichtig, die Steuer­ex­per­ten und Rechts­an­wäl­te eng mitein­zu­be­zie­hen. Damit es später zu keinen Nachtei­len oder unlieb­sa­men Überra­schun­gen kommt.

Die Unter­zeich­nung des Kaufver­tra­ges und die Überga­be

Die Unter­zeich­nung des Kaufver­trags ist für viele der Höhepunkt und defini­tiv ein Anlaß zu feiern! Ab dem sogenann­ten Closing ist der wirtschaft­li­che Übergang erfolgt und das größte unter­neh­me­ri­sche Risiko überge­ben. Nun beginnt die Zusam­men­ar­beit mit dem neuen Eigen­tü­mer. Die Integra­ti­on beider Kultu­ren, beider Seiten ist ein Prozeß, der sich über Monate, manch­mal über Jahre erstreckt.

Ein wertschät­zen­des Mitein­an­der ist Voraus­set­zung für den reibungs­lo­sen Vorgang.

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