Unternehmensverkauf vs. Immobilienverkauf - KERN

Unternehmensverkauf vs. Immobilienverkauf

Der Unternehmensverkauf wird oft mit einem Immobilienverkauf von den Mandanten verglichen. Schließlich gibt es auf dem ersten Blick viele Gemeinsamkeiten. Zuerst wird der Wert bestimmt. Dann wird ein ansprechendes Exposé geschrieben. Genau wie bei einer Immobilie. Dennoch gibt es viele wichtige und grundlegende Unterschiede zwischen dem Verkauf eines Unternehmens und einer Immobilie.

Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema Unternehmensverkauf beschäftigt, hat üblicherweise keine Erfahrungen in diesem Bereich. Um ein erstes Bild vom Ablauf zu bekommen, helfen Vergleiche. Was liegt da näher, als den Verkauf des eigenen Unternehmens mit einem Immobilienverkauf zu vergleichen. Die meisten Unternehmer haben bereits eine Immobilie gekauft oder verkauft. Immobilienverkäufe und Unternehmensverkäufe enden beide mit einem Notartermin. Einige Meilensteine davor ähneln sich ebenfalls. Zuerst wird eine Wertermittlung durch Experten beauftragt. Passt der ermittelte Wert für den Unternehmer, erarbeitet er ein ansprechendes und bebildertes Unternehmensexposé. Viele Ähnlichkeiten mit einem geplanten Immobilienverkauf also.

Menschen stehen im Mittelpunkt

Der wichtigste Unterschied zuerst. Bei dem Verkauf einer Immobilie geht es schlicht um “Steine”. Eine Immobilie hat keine Emotionen. Das sieht anders bei einem Unternehmensverkauf aus. Ein Unternehmen prägen hauptsächlich Menschen. Bei Dienstleistern ist dies umso mehr der Fall als bei Produktionsunternehmen. Ohne die Ressource Mensch kommt keine Unternehmung aus. Mit den Menschen sind auch Emotionen vorhanden. Der Eigentümer einer Immobilie bringt dieser zwar Emotionen entgegen. Vielleicht hat er lange dort gelebt und ein paar angenehme Kindheitserinnerungen. Die Immobilie strahlt keine Emotionen zurück. Bei Unternehmen ist dies ein entscheidender Faktor. Menschen kommunizieren mit Menschen. Hier kommt es zwangsläufig zum Austausch von Emotionen. Das macht den Verkauf eines Unternehmens nicht trivial. Schließlich müssen die Stimmungen und Bedürfnisse der Menschen berücksichtigt werden. Die Berücksichtigung des Faktors Mensch ist entscheidend für eine erfolgreiche Unternehmensübergabe. Anders als bei einem Immobilienverkauf. Denn dieser kann durch eine strukturierte Tätigkeit des Maklers emotionslos zum Erfolg führen.

Unterschiede des Erfolgs

Der Immobilienverkauf wird als erfolgreich eingestuft, wenn die Immobilie zum bestmöglichen Preis verkauft wurde. Aus der Sicht des Käufers ist der Immobilienerwerb erfolgreich, wenn er die Immobilie zum bestmöglichen Preis kauft. Wann ist aber ein Unternehmensverkauf erfolgreich? Klar ist: Der zu zahlende oder der erzielte Kaufpreis ist ein wesentlicher Punkt. Er ist aber nur ein Faktor von vielen. Kurz gesagt: Hier unterscheiden sich Unternehmensverkauf und Immobilienverkauf grundlegend von einander. Die Immobilie wird auch nach dem Kauf bestehen bleiben. Egal ob dort Menschen wohnen oder nicht. Natürlich gibt es die Möglichkeit eines Abrisses, aber dies würde hier zu weit führen.

Gefahr durch Unruhe

Bei einem Unternehmen ist dies anders. Ein Unternehmen kann innerhalb weniger Wochen und Monate zusammenbrechen, wenn die Menschen des Unternehmens nicht emotional abgeholt werden. Aufgrund dessen ist bei einem Unternehmensverkauf eine gute Übernahmestory ebenso wie ein schlüssiges Kommunikationskonzept für die Phase nach dem Übergang gefragt. Das Unternehmen ist abhängig von der Leistung der Mitarbeiter. Im Rahmen eines Übernahmeprozesses helfen geschulte Berater oder professionelle Mitarbeiter des Übernehmers. Dadurch ermöglichen sie eine möglichst reibungslose Integration oder Übernahme des Unternehmens.

Haftungsgefahren

Ein Verkäufer haftet nach dem Unternehmensverkauf regelmäßig mit einem ganzen Katalog voll Garantien und den gesetzlichen Haftungsvorschriften. Nicht gezogene Garantien und nicht entstandene Haftungsschäden sind damit zwingender Teil eines erfolgreichen Unternehmensverkaufs. In vielen Fällen ist dem Übergeber wichtig, dass das von ihm aufgebaute Unternehmen weiter wächst. Zudem sollen die Mitarbeiter eine Zukunft haben und der Fortbestand des Unternehmens gesichert sein.

Warum Berater nicht nur makeln

Demzufolge unterscheiden sich klassische Unternehmensmakler grundlegend von M&A-Beratern. Die Makler haben einen guten Zugang zu Transaktionsobjekten. Kurzum: Sie bieten einen Marktplatz. Dabei konzentrieren sie sich auf die reine Vermittlung von Unternehmen. Viele Berater sind Kunden von Unternehmensmaklern. M&A-Berater hingegen bieten im Bereich Unternehmensverkauf, Unternehmenskauf und Unternehmensnachfolge weiterführende Leistungen über die Maklertätigkeit hinaus an. Denn das reine Makeln ist nur ein kleiner Teil ihrer Dienstleistung. Vielmehr liegt der Fokus in der erfolgreichen Begleitung von Unternehmensverkäufen. Dazu gehört neben dem Management des Verkaufsprozesses eine klare Interessenvertretung des Mandanten. Ein M&A-Berater führt die Verhandlungen und bringt seine eigene langjährige Transaktionserfahrungen zum Wohle des Auftraggebers ein. Das Interesse des Beraters ist es, den Unternehmensverkauf nachhaltig zu gestalten. Daher steht er auch in der Phase nach der Übergabe zur Verfügung.

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Was unterscheidet Unternehmensverkäufe von Immobilienverkäufen?

Vor allem wird mit Immobilien ein Objekt verkauft. Doch ein Unternehmen ist viel mehr als das. Unternehmen werden schließlich von Menschen geprägt. Und damit ist der Unternehmensverkauf deutlich emotionaler. Zwar hat auch der Eigentümer eine emotionale Bindung zu seiner Immobilie. Diese spiegelt die Emotionen aber nicht zurück, anders als z.B. die Mitarbeiter eines Unternehmens. Daher ist der Erfolg eines Unternehmensverkaufs nicht nur an den vereinbarten Kaufpreis gekoppelt. Vielmehr darf das Konstrukt des Unternehmens nicht durch Unruhe in der Belegschaft zusammenbrechen. Daher müssen die Mitarbeiter unbedingt durch professionelles Vorgehen emotional mitgenommen werden. Außerdem haftet der Verkäufer meist mit einigen Garantien und Haftungsvorschriften für den Erfolg des Unternehmens.

Was unterscheidet M&A-Berater von klassischen Unternehmensmaklern?

Unternehmensmakler haben vor allem einen guten Zugang zu Transaktionsobjekten. Dabei konzentrieren sie sich auf die reine Vermittlung des Unternehmens. M&A-Berater bieten hingegen weiterführende Leistungen im Bereich Unternehmensverkauf, Unternehmenskauf und Unternehmensnachfolge an. Schließlich liegt ihr Fokus in der erfolgreichen Begleitung des gesamten Unternehmensverkaufs. Ferner vertreten sie die Interessen ihres Auftraggebers. EIn M&A-Berater führt die Verhandlungen und setzt seine langjährige Transaktionserfahrung zum Wohle des Mandanten ein. Auch nach dem Unternehmensverkauf stehen sie zur Verfügung. Schließlich wollen gute M&A-Berater den Unternehmensverkauf nachhaltig gestalten.